Wie können Menschen so grausam sein?

Geschlagen, misshandelt, gefoltert und angezündet.

Es passiert jeden Tag. In vielen Ländern Afrikas sind Homosexuelle, Transsexuelle und Transgender auf der Flucht und leben im Untergrund. Lange Haftstrafen (bis zu 25 Jahre) werden täglich gefällt. Lynchmorde stehen auf der Tagesordnung.

An der Spitze der Homophoben Länder steht Uganda. Viele Folter- und Kastrationsopfer haben es in das Nachbarland Kenia geschafft und suchen über die UN Asyl. In den dortigen Lagern sind die Menschen weiteren Homophoben Attacken ausgesetzt. Über 400 Menschen befinden sich in unserer Fernbetreuung. Dringend brauchen wir Ihre helfenden Hände. Mit einer Spende oder einer direkten Patenschaft können Sie den Menschen ein Stück Würde zurückgeben und mit einer Mahlzeit am Tag ein überleben sichern. Besuchen Sie zu diesem Thema unsere Flüchtlings- Krisensitzungen. Jeden ersten Freitag im Monat um 20:00 Uhr in unserer IKZ Einrichtung.

Fachtagung: Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Asylgrund

am 4. Februar 2016 in Hannover

Am 4. Februar fand im Mosaiksaal des Neuen Rathauses Hannover ein Fachtag über sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Asylgrund statt. Der Fachtag wurde von der Stadt Hannover unter Mitwirkung von Hamiam, Amnesty International, dem Lesben und Schwulenverband, Quarteera und dem Ethno- Medizinischem Zentrum e.V. organisiert. In 78 Ländern der Welt steht Homosexualität unter Strafe, in 5 Ländern steht die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen. In vielen Ländern innerhalb und außerhalb Europas werden gleich- geschlechtliche sexuelle Handlungen bzw. Beziehungen kriminalisiert. Der unerträgliche psychische Druck, den Personen ausgesetzt sind, weil sie ihre geschlechtliche Identität verstecken müssen, sich nie outen können und immer mit der Angst leben, entdeckt zu werden, wird in der Asylpraxis leider sehr selten als solcher wahrgenommen. Dieser Fachtag widmete sich dem oft unsichtbaren und nicht greifbaren Thema „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Fluchtgrund“. Das Ziel der Tagung war unter anderem zu zeigen, wie es den LSBTTIQ-Menschen (LSBTTIQ =Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidente, Transgender, Intersexuelle, Queere) in ihrer Heimat ergeht und was in den Unterkünften eigentlich vorgeht. Menschen, die im beruflichen Kontext mit Asylsuchenden arbeiten, hatten die Gelegenheit Einblick in verschiedene Themen zu haben. So hat z.B. Kenneth Nasawali von Hamiam in einem Vortrag und einer Vorführung eines Ausschnitts der HAMIAM Refugeefilmstrecken unter dem Titel „IN WÜRDE LEBEN“ eindringlich dargestellt, was Menschen „am Rande der Gesellschaft“ erleiden müssen. Dies war von einigen Teilnehmern des Fachtages teilweise nicht zu ertragen, aufgrund der original zugespielten Interviews und Folterszenen. Neben Workshops wie „Sensibler Umgang mit LSBTTIQ-Flüchtlingen bei der Stadt, in den Unterkünften und in öffentlichen Institutionen/Einrichtungen“ gab es auch Vorträge z.B. zum Thema „Liebe ist kein Verbrechen – verfolgt wegen sexueller Orientierung und Identität-geschützt in Deutschland?“ Die Veranstaltung war gut besucht. Das Programm der Fachtagung können Sie sich hier Download herunterladen.

Fotos zu der Veranstaltung:

Filmstrecken und mehr zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=oxw1Q80cb5M
https://www.youtube.com/watch?v=MSxi1nTtWIE

KRISENSITZUNG jeden 1. Freitag im Monat um 20.00 h

Thema:

Veranstaltungsort:
IKZ HAMIAM, Olpener Str. 154, 51103 Köln. BITTE ERSCHEINT ZAHLREICH! HAMIAM SAGT DANKE!